Schnüffeln und Vorbeilaufen an Hecken und Sträuchern ist erlaubt!

Vorsicht, giftige Pflanzen!

Wer jemals einen Welpen aufgezogen hat, weiß, dass vor jungen Hunden nichts sicher ist. Sie wollen spielen und die Welt erkunden – wie kleine Menschenkinder – und nehmen dabei alles ins Maul, was ihnen in die Quere kommt. Egal ob es Hausschuhe, Tischbeine, Badeenten oder Sofakissen sind. Welpen kauen und beißen auf jedem Gegenstand herum. Manchmal gerät vor lauter Übermut auch ein Finger vom Halter dazwischen. „Das Anknabbern ist ein ganz natürliches Hundeverhalten“, erklärt Dr. Felix Neuerer, Chef der Tierklinik Ismaning. „Häufig steckt der Juckreiz beim Zahnen dahinter.“ Gefährlich kann es für Welpen im Garten werden. Zwar sind Hunde keine Pflanzenfresser, aber Sträucher und Bäume wie Kirschlorbeer, Oleander, Goldregen, Thuja und Eibe enthalten Wirkstoffe, die bei Hunden bereits in geringer Dosis zu schweren, vielfach tödlichen Vergiftungen führen können. Zum Beispiel der beliebte Kirschlorbeer: Vor allem Blätter und Samen dieses Strauches enthalten – auch für Menschen – hochgiftige cyanogene Glykoside. Kaut der Vierbeiner die Teile gut durch, wird die toxische Blausäure frei. Sie kann zu Speichelfluss, Reizungen der Schleimhäute, Erbrechen, Durchfall, Erregung und Atemproblemen führen; bei schwerer Vergiftung kommt es zur Atemlähmung. Welpen sollten daher nie unbeobachtet im Garten spielen. Wer sein Tier trotzdem erwischt, wie es am Kirschlorbeer knabbert, sollte ihm sofort viel zu trinken geben und umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
INFO: www.tierklinik-ismaning.de

Toben und spielen bis der Tierarzt kommt!

Foto: Carola Ostler, shironosov – istock-photo