Tschechisches Bäderdreieck ist Welterbe

Unter dem Titel „Great Spa Towns of Europe“ taten sich 2011 elf europäische Kurorte zusammen, die allesamt die „Kurstadt“ schlechthin seit dem 18. und 19. Jahrhundert bis heute auf herausragende Art verkörpern. Neben dem westböhmischen Bäderdreieck (Karlsbad, Marienbad, Franzensbad) sind dies u.a. die deutschen Kurstädte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen, Spa in Belgien, Vichy in Frankreich, Montecatini Terme in Italien, Baden bei Wien und Bath in England.

Charakteristisch dabei ist die Kombination von Behandlungsverfahren mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Zudem zeichnen sich alle Städte durch eine besondere Architektur aus. Historische Kurhäuser, Thermenpavillons, Trinkhallen und Kolonnaden sind Teil der Infrastruktur, genau wie Casinos, Theater und andere kulturelle Einrichtungen. Auch Heilquellen, Parks, Gärten und Promenaden sind in die Stadtlandschaft integriert. Diese Heilbäder waren die einzigen Orte in Europa, die kulturell mit den großen Metropolen mithalten konnten. Das beweist beispielsweise die Gästeliste im Westböhmischen Bäderdreieck: Herrscher wie Zar Peter der Große oder der englische König Edward VII. urlaubten hier genauso wie die Feingeister Johann Wolfgang von Goethe, Frederic Chopin, Franz Kafka und Albert Einstein.

Im Bewerbungsprozess nahm Tschechien mit gleich drei Städten eine zentrale Rolle ein. Neben der Koordination der einzelnen Teilnehmer untereinander wurde im Januar 2019 auch das „Nomination Dossier“ nach Jahren intensiver Arbeit an den Bewerbungsunterlagen in der tschechischen Botschaft in Paris unterschrieben. Der tschechische Botschafter übergab dann den Antrag an das UNESCO Hauptquartier in Paris.

Markéta Chaloupková, Direktorin von Czech Tourism Deutschland, ist sehr stolz auf diese UNESCO-Auszeichnung: „Das Westböhmische Bäderdreieck war seit jeher in der ganzen Welt hoch angesehen und von wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte besucht. Umso schöner, dass ihm nun diese offizielle Ehre zuteil wird. Mit Franzensbad, Marienbad und Karlsbad zählt Tschechien nun insgesamt 16 Orte, die den Titel Weltkulturerbe tragen. Wenn man Fläche und Einwohnerzahl miteinander vergleicht, ist die Dichte an UNESCO Sehenswürdigkeiten in Tschechien einmalig hoch. Hinzu kommen zahlreiche immaterielle Kulturerbe und UNESCO Naturschätze.“


INFO:
Tschechische Zentrale für Touris­mus – CzechTourism, Wilhelmstr. 44, 10117 Berlin, Tel. 030/204 47 70, www.visitczechrepublic.com

Hoteltipp für Marienbad

Das Kurhotel Hvězda ist ein herausragendes Beispiel für historische Kurarchitektur im Zentrum des Kurviertels rund um den Marienbader Goetheplatz. Es ist auch eines der besten Gesundheitshotels der Stadt, das galant die historische Pracht seines Äußeren mit dem modernen Komfort und der Servicequalität eines High-End-Hotels verbindet. Das Haus gehört zu den Ensana Premium Hotels und besteht aus mehreren miteinander verbundenen Gebäuden und bietet 4-Sterne-Superior-Service. Das Kurhotel Hvězda bietet unter anderem das größte Hotelschwimmbad in Marienbad und das Aqua Wellness Center und Health Spa mit mehr als 30 Behandlungsräumen für Mineral- und Gasbäder, Massagen, Packungen und viele weitere Anwendungen.

INFO: http://www.ensanahotels.com/hvezda/de

Fotos: Ladislav Renner/Czech Tourism, David Marvan/Czech Tourism, Czech Tourism, Hvězda Health Spa Hotel